Berlin/Lübeck – Im zweiten Anlauf ist Wolfgang Neskovic doch noch vom Bundestag in das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) gewählt worden. In namentlicher Abstimmung erhielt der Parteilose, der für die Linken im Bundestag sitzt, gestern 320 Ja-Stimmen. 226 Abgeordnete votierten mit Nein, 35 enthielten sich.

Vor einem Monat war der frühere Lübecker Richter als einziger bei der Wahl für das Gremium zur Kontrolle der Geheimdienste gescheitert. Er verfehlte die erforderliche absolute Mehrheit, auch, weil viele Linken-Abgeordnete nicht zur Abstimmung erschienen.

Neskovic hatte dem Gremium schon in der letzten Wahlperiode angehört – und sich dabei nicht nur Freunde gemacht. In der Affäre um den Guantánamo-Häftling Murat Kurnaz attackierte er besonders den damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Vor seiner Politikerkarriere war Neskovic Richter – viele Jahre davon am Lübecker Landgericht.

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