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Schlagwort: Drogen (Seite 1 von 2)

Brauch Österreich (wieder) eine Cannabis-Debatte?

Durch die aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grüne und FDP könnte in Deutschland die Legalisierung von Cannabis zur langen ersehnten Realität werden. Soll Österreich als kleiner Nachbar die strengen Gesetze weiterverfolgen, oder muss die Politik hierzulande auch umdenken und einen softeren Umgang mit Cannabis verfolgen? Stimme in unserer Umfrage am Ende des Beitrage ab.

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Legalisierungswelle in Österreich!

Am 28. Juli 2014 wurde Ingo Mayer, der amtierende Bürgermeister von Roppen, zum Oberhaupt der Tiroler SPÖ gewählt. Mit einer beeindruckenden Mehrheit von 90,7 % sicherte er sich den Posten. Selbst der bei der Wahl anwesende Bundeskanzler Werner Faymann konnte am letzten Bundesparteitag nicht mit einem solchen Ergebnis abschneiden. Ingo Mayer hatte aber nicht das höchste Abstimmungsergebnis an diesem Tag.

Ein anderes Votum erregte

Aufsehen: die Delegierten der Tiroler SPD stimmten mit 92,4 % (254 von 275 Stimmen) für die Legalisierung weicher Drogen, wie Marihuana, und zudem für die Entkriminalisierung härterer Drogen. Auf Landesebene fordert die SPÖ somit freien Cannabiskonsum für die Republik. Ein Wochenvorrat Marihuana müsste somit nicht mehr illegal im Park oder beim Dealer an der Ecke gekauft, sondern könnte vollkommen legal an einer offiziellen Verkaufsstelle erworben werden. Ein anschließender Genuss, z.B. im Gastgarten, wäre damit auch problemlos möglich.

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“Wir haben nur uns selber, um daraus zu schöpfen”

Wenn es in Deutschland noch Genies gibt, dann gehört Friedrich Kittler zu ihnen. Der Medienhistoriker weiß ebensoviel über Drogen wie über Waffen, er kennt den Krieg so gut wie die Liebe. Und seine Doktoranden fliegen im Eurofighter nach Afghanistan. Ein Werkstattgespräch von Andreas Rosenfelder

Friedrich Kittler bewohnt eine gutbürgerliche Altbauwohnung im Berliner Stadtteil Treptow, nahe beim Sowjetischen Ehrenmal. In seinen Bücherregalen stehen Erstausgaben der Werke Stefan Georges, auf seinem Schreibtisch liegen Computerfachzeitschriften und ein Buch über Schacheröffnungen, außerdem eine angebrochene Stange Zigaretten der Marke Benson & Hedges. Auf einem Zettel sind ein paar Zeilen in Programmiersprache notiert.
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Cannabisforschung und ihre entwicklung

Um die aufsehenerregende Entwicklung in der neuesten Cannabisforschung zu erkennen, ist zunächst ein kurzer Exkursion in den medizinischen Sektor nötig: Die Hauptwirkstoffe der Cannabis-Pflanze werden Cannabinoide genannt. Im Körper jedes Menschen sind kleine Empfangsstationen in den Zellmembranen dafür zuständig, dass die Cannabinoide ihre Effekt entfalten können. Diese
Stationen werden Rezeptoren genannt.

Die meisten psychoaktiven Essenzen wirken über solche Rezeptoren, indem sie an sie binden oder sie blockieren und damit die Signalweiterleitung beeinflussen. Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entdeckten Forscher ein ausgedehntes System von Rezeptoren, das primär der Aufnahme der Cannabinoide zu dienen schien. Man nannte es das „endogene Cannabinoid-System”.

Die Auswirkung dieser Feststellung und Namensgebung fängt man erst heute allmählich an zu begreifen. Denn im Laufe der Spanne entstand ein ganzer Forschungszweig, der sich nur mit diesem System beschäftigt. Eine neue Welt tat sich auf, Konferenzen wurden abgehalten, Universitäts-Abteilungen beantragten Gelder.

So schön der Sage klingen würde: Die Cannabinoid-Rezeptoren sind von der Evolution nicht nur dafür geschaffen worden, um Cannabis aufzunehmen. Allen Forschern war Anfang der 90er Jahre klar: Wie bei allen anderen Rezeptoren auch musste ein körpereigener Stoff existieren, der eine bestimmte Feature an diesen Rezeptoren erfüllt. 1992 entdeckten der tschechische Laborchemiker Lumir Hantig und der amerikanische Molekularpharmakologe William Anthony Devane diese Essenz im Leib und nannten sie „Anandamid”. Eine feine Ironie, denn im Sanskrit steht das Wort „Ananda” für die Glückseligkeit.

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