Haze Sorten: Geschichte, Wirkung & die besten Haze-Samen

Die Haze Sorten gehören zweifellos zu den legendärsten Cannabis-Genetiken überhaupt. Seit den 1970er Jahren begeistern sie Grower und Konsumenten weltweit mit ihrem unverwechselbaren zerebralen High, den komplexen Aromen und den enormen Erträgen. In diesem Guide erfährst du deshalb alles über die faszinierende Geschichte dieser Sativa-Legenden, ihre einzigartigen Eigenschaften und die besten Varianten für deinen nächsten Grow.

Die Geschichte der Haze Sorten: Wie alles begann

Die Geschichte dieser legendären Genetik beginnt in den frühen 1970er Jahren in Santa Cruz, Kalifornien. Dort kreuzten die sogenannten „Haze Brothers“ verschiedene Sativa-Landrassen aus Kolumbien, Mexiko, Thailand und Südindien miteinander. Das Ergebnis war eine völlig neue Art von Cannabis: langblühend, extrem potent und mit einer einzigartigen zerebralen Wirkung, die es so zuvor nicht gegeben hatte.

Allerdings hatte die Original-Genetik einen entscheidenden Nachteil: Sie brauchte bis zu 16 Wochen für die Blüte – viel zu lang für die meisten Grower. Deshalb brachte der legendäre Züchter Neville Schoenmakers die Samen in den 1980er Jahren nach Amsterdam und begann, sie mit schneller blühenden Indica-Varianten zu kreuzen. Daraus entstanden schließlich die modernen Hybride, die wir heute kennen und lieben.

Seitdem haben Samenbanken wie Green House Seeds, Barney’s Farm und Royal Queen Seeds unzählige Varianten entwickelt. Jede davon bewahrt den charakteristischen Charakter, bietet jedoch kürzere Blütezeiten und kompaktere Wuchsformen.

Typische Eigenschaften erkennen

Obwohl es mittlerweile hunderte verschiedene Varianten gibt, teilen alle Haze Sorten bestimmte Merkmale, an denen du sie sofort erkennst:

Wuchsform und Anbau

Diese Pflanzen wachsen typischerweise hoch und schlank mit langen Internodien. Darüber hinaus entwickeln sie schmale, hellgrüne Blätter – ein klares Zeichen ihrer Sativa-Dominanz. Die Blütezeit liegt bei modernen Hybriden zwischen 9 und 12 Wochen, was deutlich kürzer ist als bei der Original-Genetik. Dennoch brauchen sie insgesamt mehr Geduld als reine Indica-Pflanzen.

Außerdem benötigen die Pflanzen aufgrund ihres starken Höhenwachstums oft Training-Techniken wie LST (Low Stress Training) oder SCROG (Screen of Green), um sie im Growzelt unter Kontrolle zu halten. Dafür belohnen sie dich jedoch mit beeindruckenden Erträgen von 500-600 g/m² indoor.

Aroma und Terpenprofil

Das Aroma ist eines der markantesten Merkmale dieser Familie. Typisch sind nämlich intensive Zitrus- und Weihrauch-Noten, gepaart mit würzigen, erdigen Untertönen. Verantwortlich dafür sind insbesondere die Terpene Terpinolen, Limonen und Myrcen. Manche Varianten zeigen darüber hinaus süße, fruchtige oder sogar pfeffrige Nuancen – je nachdem, mit welcher Genetik sie gekreuzt wurden.

Mehr über die Rolle von Terpenen bei der Wirkung erfährst du in unserem Artikel Cannabis Terpene: Aroma, Wirkung & Entourage-Effekt.

Wirkung: Das typische zerebrale High

Die Wirkung ist der Hauptgrund, warum diese Genetik so beliebt ist. Das typische High ist nämlich stark zerebral, euphorisierend und kreativitätsfördernd. Im Gegensatz zu Indica-Varianten erzeugt es keine schwere Körperlichkeit oder Couch-Lock. Stattdessen fühlst du dich energetisiert, gesprächig und inspiriert. Deshalb sind diese Sativa-Klassiker besonders bei Künstlern, Musikern und kreativen Menschen beliebt.

Allerdings solltest du beachten, dass der hohe THC-Gehalt (oft 20-25%) für absolute Anfänger überwältigend sein kann. Wenn du noch wenig Erfahrung hast, empfehlen wir dir daher, mit einer niedrigeren Dosierung zu starten.

Haze Sorten: Geschichte, Wirkung & die besten Haze-Samen
Typische Eigenschaften der Familie im Überblick

Die 7 besten Varianten für deinen Grow

Nachdem du nun die Grundlagen kennst, stellen wir dir die beliebtesten und bewährtesten Vertreter vor. Jede dieser Haze Sorten hat ihren eigenen Charakter, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

1. Amnesia Haze

Amnesia Haze ist wohl die bekannteste aller Varianten und hat zahlreiche Cannabis Cups gewonnen. Sie vereint Genetik aus der Original-Linie, Thai und Afghani und liefert ein extrem starkes, langanhaltend euphorisches High. Die Blütezeit beträgt 10-11 Wochen, und der THC-Gehalt liegt bei beeindruckenden 22-24%. Ihr Aroma ist eine komplexe Mischung aus Zitrus, Weihrauch und erdigen Noten.

Haze Sorten: Geschichte, Wirkung & die besten Haze-Samen
Royal Queen Seeds

Amnesia Haze

Geschlecht Feminisiert Kreuzung Original Amnesia Haze Sorte 70 % Sativa / 30 % Indica Anbau Indoor & Outdoor Blütezeit Indoor 10–11 Wochen Blütezeit Outdoor…

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2. Super Silver Haze

Super Silver Haze wurde von Green House Seeds entwickelt und hat drei Jahre in Folge den High Times Cannabis Cup gewonnen (1997-1999). Diese Kreuzung aus Skunk, Northern Lights und der Original-Genetik bietet ein perfekt ausbalanciertes High: zunächst energetisierend und kreativ, dann sanft entspannend. Darüber hinaus ist sie mit 9-10 Wochen Blütezeit vergleichsweise schnell. Mehr über diese legendäre Sorte erfährst du in unserem Super Silver Haze Artikel.

3. Neville’s Haze

Neville’s Haze ist die purste aller modernen Varianten mit bis zu 95% Sativa-Anteil. Sie kommt der Original-Genetik am nächsten und bietet deshalb das intensivste zerebrale High. Allerdings braucht sie auch 12-14 Wochen Blütezeit – nichts für Ungeduldige. Dafür belohnt sie erfahrene Grower jedoch mit einem unvergleichlichen, psychedelischen Erlebnis.

Haze Sorten: Geschichte, Wirkung & die besten Haze-Samen
Sensi Seeds

Northern Lights #5 X Haze

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4. Super Lemon Haze

Super Lemon Haze ist eine Kreuzung aus Silver Haze und Lemon Skunk und besticht durch ihr intensives Zitrusaroma. Der Geschmack ist frisch, süß und zitronig – fast wie frisch gepresste Limonade. Die Wirkung ist energetisierend und stimmungsaufhellend, was sie zu einer perfekten Tagessorte macht. Außerdem ist sie mit 9-10 Wochen Blütezeit relativ anfängerfreundlich.

5. Arjans Strawberry Haze

Diese Variante überrascht mit einem süßen, erdbeerigen Aroma, das sich deutlich von den klassischen Weihrauch-Noten abhebt. Sie ist eine Kreuzung aus Swiss Sativa und einer NL5-Linie und bietet ein sanftes, kreatives High ohne Überwältigung. Deshalb eignet sie sich besonders gut für Konsumenten, die ein milderes Erlebnis bevorzugen.

6. Delahaze

Delahaze von Paradise Seeds ist eine der ertragreichsten Varianten überhaupt. Sie kombiniert die klassische Wirkung mit einer bemerkenswert kurzen Blütezeit von nur 9 Wochen. Darüber hinaus bleibt sie kompakter als die meisten Vertreter dieser Familie, was sie ideal für Indoor-Grows mit begrenztem Platz macht.

7. Royal Haze Automatic

Für Anfänger, die trotzdem das typische Erlebnis genießen möchten, ist Royal Haze Automatic die perfekte Lösung. Als Autoflowering-Variante blüht sie nämlich automatisch und ist in nur 10-12 Wochen von der Keimung bis zur Ernte fertig. Die Wirkung ist etwas milder als bei der photoperiodischen Version, aber dennoch deutlich erkennbar.

Haze Sorten: Geschichte, Wirkung & die besten Haze-Samen
Royal Queen Seeds

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Infografik Haze Vergleich
Die 7 besten Varianten im direkten Vergleich

Tipps für den erfolgreichen Anbau

Diese Genetiken gelten als etwas anspruchsvoller im Anbau als reine Indicas. Damit dein Grow dennoch gelingt, solltest du folgende Punkte beachten:

  • Höhenkontrolle: Beginne frühzeitig mit LST oder Topping, weil die Pflanzen in der Blüte nochmals 100-200% an Höhe zulegen können (Stretch).
  • Geduld bei der Blüte: Ernte nicht zu früh! Diese Genetiken entwickeln ihre volle Potenz und ihr komplexes Terpenprofil erst in den letzten Wochen der Blüte.
  • Luftzirkulation: Da die Pflanzen dichte, lange Buds entwickeln, ist gute Belüftung entscheidend, um Schimmel zu vermeiden.
  • Nährstoffe: Sativa-dominante Genetiken sind oft empfindlicher gegenüber Überdüngung. Starte deshalb mit 50-75% der empfohlenen Düngermenge.

Wenn du noch am Anfang stehst und dir unsicher bist, ob diese Genetik das Richtige für dich ist, schau dir zunächst unseren Artikel Beste Autoflowering Samen für Anfänger an – dort findest du auch einfachere Autoflower-Varianten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist das Besondere an dieser Genetik?

Diese Sativa-Klassiker zeichnen sich durch ihr einzigartiges zerebrales High aus, das energetisierend, kreativ und euphorisierend wirkt. Darüber hinaus haben sie ein komplexes Aroma aus Zitrus, Weihrauch und Gewürzen. Sie wurden in den 1970er Jahren aus tropischen Landrassen gezüchtet und sind bis heute die Grundlage vieler moderner Hybride.

Wie lange dauert die Blütezeit?

Moderne Hybride brauchen in der Regel 9-12 Wochen Blütezeit. Die schnellsten Varianten wie Delahaze oder Super Lemon Haze sind in 9 Wochen fertig, während purere Genetiken wie Neville’s Haze bis zu 14 Wochen benötigen. Autoflowering-Varianten sind insgesamt in 10-12 Wochen von Saat bis Ernte fertig.

Eignen sich diese Sorten für Anfänger?

Klassische Varianten sind eher für fortgeschrittene Grower geeignet, weil sie viel Höhenkontrolle und Geduld erfordern. Anfänger können jedoch mit Autoflowering-Versionen wie Royal Haze Automatic starten, die deutlich pflegeleichter sind und trotzdem den typischen Charakter bieten.

Welche Variante hat den höchsten THC-Gehalt?

Amnesia Haze und Neville’s Haze gehören mit THC-Werten von 22-25% zu den potentesten Vertretern. Einige neuere Kreuzungen erreichen sogar Werte über 25%. Der hohe THC-Gehalt sorgt für ein intensives, langanhaltend zerebrales High.

Die Haze Sorten haben die Cannabis-Welt nachhaltig geprägt und gehören bis heute zu den beliebtesten Genetiken weltweit. Ob du dich für einen klassischen Hybriden oder eine moderne Autoflowering-Variante entscheidest – das unverwechselbare zerebrale High wirst du nicht vergessen. Weitere Informationen zu Cannabis-Genetik findest du in unserem Sortenwissen-Überblick.

Von cannabinus

Gebt den Hanf Frei!!!

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