Eine der grundlegendsten Entscheidungen vor dem Start deines Grows ist zweifellos die Wahl des Anbaumediums. Die Frage, ob man klassisch auf Cannabis Erde anbaut oder sich an eine moderne Hydrokultur wagt, spaltet nämlich oft die Gemüter. Deshalb vergleichen wir in diesem Artikel beide Methoden detailliert, damit du die richtige Wahl für dein Level treffen kannst.
Der Klassiker: Anbau auf Cannabis Erde
Der Anbau auf Cannabis Erde ist die natürlichste und darüber hinaus fehlerverzeihendste Methode. Spezielle Grow-Erde ist nämlich oft schon für die ersten Wochen vorgedüngt (z.B. Light Mix) oder sogar für den gesamten Zyklus ausgelegt (All Mix). Daher ist sie besonders für Anfänger die sicherste Wahl.
Die Vorteile von Cannabis Erde:
- Pufferwirkung: Erde puffert Schwankungen im pH-Wert zuverlässig ab und verzeiht folglich kleine Fehler bei der Düngung.
- Geschmack: Viele Kenner schwören darauf, dass organisch auf Erde angebautes Cannabis ein deutlich komplexeres Terpenprofil und somit einen besseren Geschmack entwickelt.
- Einfachheit: Du brauchst insgesamt weniger Technik, keine Wasserpumpen und musst außerdem nicht täglich Messwerte kontrollieren.
Die Nachteile von Cannabis Erde:
Das Wachstum ist im Vergleich zu Hydro-Systemen allerdings etwas langsamer. Darüber hinaus ist die Gefahr von Schädlingen (wie Trauermücken), die über die Erde eingeschleppt werden, deutlich höher. Außerdem sind die Töpfe mit feuchter Erde relativ schwer, was das Umstellen erschwert.

Der Hightech-Weg: Hydrokultur statt Cannabis Erde
Bei der Hydrokultur wachsen die Pflanzen nicht in Erde, sondern in einem inerten Medium (wie Blähton, Steinwolle oder Kokos). Alternativ hängen ihre Wurzeln direkt in einer Nährstofflösung. Die Pflanzen werden dabei über ein Bewässerungssystem versorgt.
Die Vorteile von Hydrokultur:
- Explosives Wachstum: Da die Wurzeln direkten Zugang zu Wasser, Sauerstoff und Nährstoffen haben, wachsen die Pflanzen folglich deutlich schneller und können darüber hinaus höhere Erträge liefern.
- Volle Kontrolle: Du hast die absolute Kontrolle über die Nährstoffaufnahme. Mangelerscheinungen können deshalb sofort durch Anpassen der Nährlösung behoben werden.
- Keine erdgebundenen Schädlinge: Das Risiko von Schädlingen im Wurzelbereich ist außerdem stark minimiert.
Die Nachteile von Hydrokultur:
Hydro-Systeme verzeihen hingegen keine Fehler. Wenn nämlich die Pumpe ausfällt oder der pH-Wert entgleist, können die Pflanzen innerhalb von Stunden sterben. Zudem ist die Anschaffung teurer und erfordert speziellen Cannabis Dünger in mineralischer Form. Laut grow.de sollten Anfänger deshalb zunächst Erfahrung auf Erde sammeln, bevor sie auf Hydro umsteigen.
Kokos (Coco Coir): Der Mittelweg zwischen Cannabis Erde und Hydro
Kokossubstrat ist ein interessanter Kompromiss, denn es sieht zwar aus wie Erde, verhält sich aber technisch wie ein Hydro-Medium. Kokos enthält nämlich keine eigenen Nährstoffe und bietet gleichzeitig eine exzellente Belüftung der Wurzeln. Deshalb musst du von Tag eins an düngen, hast aber andererseits eine deutlich bessere Kontrolle als auf klassischer Erde.
Fazit: Welche Cannabis Erde oder welches Medium für Anfänger?
Für deinen ersten Grow empfehlen wir ganz klar den Anbau auf hochwertiger Cannabis Erde. Die Pufferwirkung bewahrt dich nämlich vor typischen Anfängerfehlern, und darüber hinaus ist das Setup deutlich günstiger und weniger fehleranfällig. Sobald du Erfahrung mit den Bedürfnissen der Pflanze gesammelt hast, kannst du dich anschließend an Kokos oder ein Hydro-System wagen, um die Erträge zu maximieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Cannabis Erde und Hydrokultur
Kann ich normale Blumenerde aus dem Baumarkt verwenden?
Davon raten wir dringend ab. Günstige Baumarkterde ist nämlich oft zu stark gedüngt (verbrennt junge Pflanzen), zu dicht (schlechte Belüftung) und enthält darüber hinaus häufig Schädlinge. Investiere deshalb immer in spezielle Grow-Erde.
Was ist Kokossubstrat (Coco Coir)?
Kokos ist ein Zwischenweg zwischen Erde und Hydro. Es sieht zwar aus wie Erde, verhält sich aber wie ein Hydro-Medium, da es keine eigenen Nährstoffe enthält. Es bietet einerseits exzellente Belüftung, erfordert andererseits aber von Tag eins an die Zugabe von Dünger.
Welche Erde ist die beste für Cannabis Anfänger?
Für Anfänger empfehlen wir eine leicht vorgedüngte Erde wie BioBizz Light-Mix oder Plagron Light Mix. Diese Erden bieten nämlich genug Nährstoffe für die ersten 2 Wochen und sind gleichzeitig locker genug für ein gesundes Wurzelwachstum.

