Cannabis Bewässerung: Richtig gießen für maximale Erträge
Die Cannabis Bewässerung klingt zunächst simpel – Wasser drauf und fertig. Doch in Wahrheit ist falsches Gießen einer der häufigsten Gründe, warum Indoor-Grows scheitern. Denn sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser kann deine Pflanzen ernsthaft schädigen. Deshalb zeigen wir dir in diesem Artikel, wie du die perfekte Gießroutine entwickelst.
Cannabis Bewässerung: Wie oft solltest du gießen?
Die Frage „Wie oft muss ich gießen?“ lässt sich leider nicht pauschal beantworten, denn die Antwort hängt von zahlreichen Faktoren ab: Topfgröße, Pflanzengröße, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Substrat spielen nämlich alle eine Rolle. Deshalb ist die beste Methode grundsätzlich die Fingerprobe:
- Stecke deinen Finger etwa 3-4 cm tief in die Erde.
- Fühlt sich die Erde noch feucht an? Dann warte noch einen Tag.
- Ist die Erde trocken und krümelig? Dann ist es Zeit zum Gießen.
Alternativ kannst du auch das Gewicht des Topfes prüfen. Hebe den Topf direkt nach dem Gießen an und merke dir das Gewicht. Wenn er sich deutlich leichter anfühlt, ist es folglich Zeit für die nächste Bewässerung. In der Regel dauert es auf Erde etwa 3-5 Tage zwischen den Gießvorgängen.
Die richtige Menge bei der Cannabis Bewässerung
Bei der Cannabis Bewässerung gilt als Faustregel: Gieße so viel, bis etwa 10-20% des Wassers unten aus dem Topf als Drainage herausläuft. Dadurch stellst du sicher, dass das gesamte Substrat gleichmäßig durchfeuchtet wird und sich außerdem keine Salzablagerungen vom Dünger im unteren Bereich ansammeln.
Wichtig: Gieße immer langsam und gleichmäßig über die gesamte Oberfläche. Wenn du nämlich zu schnell gießt, fließt das Wasser an den Seiten des Topfes vorbei, ohne den Wurzelballen richtig zu durchdringen. Darüber hinaus solltest du stehendes Wasser im Untersetzer nach 15-20 Minuten entfernen, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen.

Cannabis Bewässerung: Überwässerung vs. Unterwässerung erkennen
Beide Extreme schaden deinen Pflanzen, doch die Symptome sehen unterschiedlich aus. Deshalb ist es wichtig, sie auseinanderhalten zu können:
Überwässerung (häufigster Anfängerfehler):
- Blätter hängen schlaff herunter, fühlen sich aber fest und prall an
- Blätter werden insgesamt dunkelgrün und wirken „aufgedunsen“
- Wachstum verlangsamt sich deutlich, weil die Wurzeln nämlich ersticken
- Im schlimmsten Fall entsteht Wurzelfäule (die Pflanze riecht dann faulig)
Unterwässerung:
- Blätter hängen schlaff herunter, fühlen sich aber dünn und papierartig an
- Blätter werden hellgrün bis gelblich an den Rändern
- Die Erde zieht sich sichtbar vom Topfrand zurück
Der entscheidende Unterschied ist also die Beschaffenheit der Blätter: Bei Überwässerung sind sie fest, bei Unterwässerung hingegen dünn und trocken. Laut grow.de ist Überwässerung dabei deutlich gefährlicher, da sie zu Wurzelfäule führen kann, die oft irreversibel ist.

Automatische Bewässerungssysteme für Cannabis
Wenn du mehrere Pflanzen hast oder häufig verreist, kann ein automatisches System für die Cannabis Bewässerung sinnvoll sein. Dabei gibt es grundsätzlich verschiedene Optionen:
Tropfbewässerung: Kleine Schläuche führen das Wasser direkt an jeden Topf. Eine Zeitschaltuhr steuert dabei die Pumpe. Dieses System eignet sich insbesondere für Kokos und Hydro, da hier täglich mehrmals gegossen werden muss.
Blumat-System: Tonkegel-basierte Systeme, die über Kapillarwirkung funktionieren. Sie geben nämlich automatisch Wasser ab, sobald die Erde trocknet. Besonders für Erde-Grows ist dieses System deshalb eine elegante Lösung.
Ebbe-Flut (Flood & Drain): Hierbei werden die Töpfe periodisch geflutet und anschließend wieder entwässert. Dieses System wird vor allem in der Hydrokultur eingesetzt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Gießen
Soll ich mit kaltem oder warmem Wasser gießen?
Idealerweise gießt du mit Wasser auf Zimmertemperatur (ca. 20-23°C). Zu kaltes Wasser kann nämlich die Wurzeln schocken und dadurch die Nährstoffaufnahme vorübergehend blockieren. Lass das Wasser deshalb immer mindestens eine Stunde stehen, bevor du gießt.
Kann ich Leitungswasser direkt verwenden?
In den meisten Regionen Deutschlands und Österreichs ist Leitungswasser grundsätzlich geeignet. Allerdings solltest du den pH-Wert überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Wenn dein Wasser sehr hart ist (EC über 0,6), kann außerdem ein Wasserfilter sinnvoll sein.
Brauchen Cannabis Pflanzen in der Blüte mehr Wasser?
Ja, in der Blütephase steigt der Wasserbedarf deutlich an, da die Pflanze nämlich viel Energie in die Blütenproduktion steckt. Darüber hinaus transpirieren größere Pflanzen mehr Wasser über ihre Blätter. Du wirst deshalb feststellen, dass du in der Blüte häufiger gießen musst als in der Wachstumsphase.

